Am 8. Januar 2026 besuchte unsere Klasse FW 11B im Rahmen des Fachs Volkswirtschaftslehre gemeinsam mit Frau Weißflog das Ludwig Erhard Zentrum (LEZ) in Fürth. Das Museum ist dem Leben und Wirken von Ludwig Erhard gewidmet, dem „Vater der Sozialen Marktwirtschaft“ und späteren Bundeskanzler. Der Workshop bot uns einen umfassenden Einblick in seine Ideen und deren Bedeutung für unsere heutige Gesellschaft.
Zu Beginn besichtigten wir Erhards Geburtshaus, das originalgetreu erhalten blieb. Dort bekamen wir einen Eindruck davon, wie seine Familie lebte und unter welchen Umständen die Menschen während des Ersten Weltkriegs ihren Alltag bewältigen mussten. Obwohl Erhard aus einer wohlhabenden Familie stammte, verlor die Familie in dieser Zeit viel von ihrem Besitz. Eine Erfahrung, die sein späteres wirtschaftspolitisches Denken stark prägte. Besonders deutlich wurde, wie wichtig ihm später Themen wie Wohlstand, Eigentumsbildung und wirtschaftliche Stabilität waren.
Im Anschluss besuchten wir die Dauerausstellung im Museum. Dort beschäftigten wir uns intensiver mit der Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. In einem thematischen Workshop arbeiteten verschiedene Gruppen zu Schwerpunkten wie Eigentum, Wohlstand, Wettbewerb oder Maßhalten. Wir schauten kurze Filme, analysierten historische Quellen und stellten unsere Ergebnisse anschließend vor. Dabei konnten wir gut nachvollziehen, wie Erhard Wirtschaftswachstum, soziale Verantwortung und Freiheit verbinden wollte.
Nach einer Pause wechselten wir in einen modernen Workshopraum, in dem verschiedene interaktive Wirtschaftsspiele angeboten wurden. Besonders spannend war ein digitales KI-basiertes Lernspiel zur Sozialen Marktwirtschaft, das reale wirtschaftliche Abläufe simulierte. Unsere Gruppe arbeitete in diesem Teil zum Thema Klimawandel. Wir schlüpften in verschiedene Rollen, etwa Unternehmen, Politik oder Bürgerinnen und Bürger und mussten Entscheidungen aus wirtschaftlicher Sicht treffen. Mithilfe der „Erhard City“-App wurden unsere Antworten anschließend analysiert und bewertet.
Zum Schluss bearbeiteten wir in kleinen Teams noch weitere aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen, wie zum Beispiel Globalisierung oder Wohnungsmangel, und präsentierten mögliche Lösungsansätze. Die Ergebnisse wurden gemeinsam besprochen und eingeordnet.
Der Besuch im Ludwig Erhard Zentrum bot uns einen abwechslungsreichen und sehr anschaulichen Zugang zu wirtschaftlichen Fragestellungen. Durch die Mischung aus historischen Einblicken, moderner Ausstellungstechnik und interaktiven Übungen konnten wir nicht nur viel über Ludwig Erhard lernen, sondern auch über die Bedeutung der Sozialen Marktwirtschaft für unser heutiges Leben.
Nilay Tig, FW 11B